Aktuell


01. Mai 2019

Anny fliegt sich frei! 

Diesmal lieferte der Wettergott die idealen Randbedingungen für Ann-Christins ersten Alleinflug. Waren es in den ersten Flugtagen dieses Jahres die starken Winde mit heftigen Böen, die ein solches Vorhaben verhinderten, so gab es heute wettermäßig nichts zu mäkeln. Milde Luft, leichter Nordwind in Startrichtung gewürzt mit einer gehörigen Portion Thermik machten es unseren Fluglehrern leicht, Anny nun endlich das von ihr ersehnte "Go" für ihre ersten Alleinflüge zu geben. Und sie rechtfertigte dieses Vertrauen. Souverän meisterte sie die 3 Flüge für die A-Prüfung und stieg nach ihrem dritten Flug glückselig aus dem Cockpit aus. "Ein atemberaubendes Gefühl!" schwärmte sie danach bis über beide Ohren strahlend.

Die Fellbacher Segelflieger können damit zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder eine A-Prüfung verbuchen. Nach dem Einhallen der Flugzeuge wurde dieses Ereignis gebührend gewürdigt, stilgerecht mit einem Blumen/Brennesselstrauß und vielen gutgemeinten Schlägen der anwesenden Fliegerkameraden auf Annys Gesäß, damit sich darin für zukünftige Flüge das richtige Thermikgefühl entwickeln kann!


05. April 2019

David trifft Goliath - unser Duo auf dem Stuttgarter Flughafen

Übergabe des Spendenschecks

v. l. Thomas Finkenberger (1. Vorsitzender), Reinhard Weisner (2. Vorsitzender), Herr Kurz (Kurz Aviation), Jürgen Wertenbach (Ausbildungsleiter)

Unsere Information an die Presse:
Den Besuchern und Passagieren bot sich am vergangenen Freitag auf dem Rollfeld des Stuttgarter Flughafens ein nicht alltägliches Bild. Ein Segelflugzeug vor der Kulisse der „großen Brüder“.
Die Fliegergruppe Fellbach e.V. hatte ihr neuestes Segelflugzeug des Typs Duo Discus XLT mit dem Anhänger dorthin gebracht und aufgebaut. Anlass war die Spenden-Scheckübergabe der Firma Kurz Aviation Service GmbH an die Fellbacher Segelflieger. Das renommierte Familienunternehmen Kurz Aviation gehört in Deutschland zu den größten Dienstleistern im Bereich der General Aviation.

Durch den Verkauf des wertvollsten einsitzigen Segelflugzeugs und der vielfältigen Unterstützung durch die Vereinsmitglieder wurde der Grundstock für den Kauf des Doppelsitzers gelegt. Das Fellbacher Unternehmen half, wie viele andere Gönner, bei der Realisierung der Neuanschaffung.
Das Flugzeug ist mit modernster Avionik zur Kollisionsvermeidung und Kommunikation mit der Flugsicherung ausgerüstet. Es verfügt zusätzlich über einen Hilfsmotor als Heimkehrhilfe. Die Verbundenheit zur Heimatstadt Fellbach ist am Kennzeichen des Segelflugzeuges weithin sichtbar, selbst auf den Radarschirmen der Flugsicherung: D-KFFE. FE steht natürlich für Fellbach.
Auf seinen Flügen im süddeutschen Raum wird der Duo Discus den Flughafen Stuttgart eher von weitem sehen, denn ein Überfliegen oder gar Landen ist für Segelflugzeuge nicht erlaubt.

 


18. Januar 2019

Die Suche nach dem eingebauten Fehler -
Verkabelung der elektrischen Instrumente im neuen Duo Discus XLT

Der Beherrscher des Kabelwirrwarrs: Thomas bei der Arbeit

Die Finanzierung unseres neuen Hochleistungsdoppelsitzers Duo Discus XLT war für die Fliegergruppe Fellbach eine große Herausforderung.  Ein kleiner Baustein dazu ist die Eigenleistung, die wir in Form der Verkabelung der elektrischen Instrumente in diesen Wochen in das Projekt einbringen. Die elektrischen Instrumente, Schalter und Sicherungen und einige wesentlichen Kabelstränge wurden zwar bereits von Schempp-Hirth in das Cockpit eingebaut, jedoch waren von uns alle elektrischen Anschlüsse der Instrumente, Lautsprecher und Mikrofone vorzunehmen und einige zusätzliche Kabelstränge zu verlegen. Die Regie und die Hauptarbeiten für dieses anspruchsvolle Werk übernahm unser erster Vorsitzende Thomas Finkenberger, assistiert von Jörg Reichle, Jürgen Wertenbach und Reinhard Weisner.

Aber das allein wäre ja zu einfach gewesen - wie könnte man diese komplexe Aufgabe noch toppen? Richtig, der Duo wurde ab Werk mit einem eingebauten Fehler in der Elektrik ausgeliefert!
Beim "Durchklingeln" der praktisch fertigen Verkabelung stellte sich nämlich heraus, dass die Verbindung zwischen der Stromversorgung und den Instrumenten unterbrochen war.  Wo lag das Problem? An unserer Verkabelung, am möglicherweise nicht zutreffenden Schaltplan, an schlechten Lötstellen, Kabelbruch oder, oder, oder...?

Das Problem (andere sagen dazu "Herausforderung")  beschäftige uns einige Abende. Nachdem wir alle möglichen Fehlerquellen ausgeschlossen hatten, fokussierte sich die Suche auf den Batteriewahlschalter. Und tatsächlich: Bingo!! Der Übeltäter war überführt!

Der verwendete Drehschalter hat 6 Stellungen um bis zu  sechs verschiedene Stromquellen auswählen zu können. Von Schempp-Hirth waren auch alle diese 6 Schaltereingänge sauber verdrahtet. Allerdings ist der Schalter mittels einer Kodierscheibe auf 3 Schalterstellungen begrenzt, da in unserem Duo nur 3 Bordbatterien eingebaut sind. Soweit so gut. Dumm nur, dass die Kodierscheibe irrtümlich so eingesetzt war, dass nur die (nicht vorhandenen) Batterien Nr. 4, 5 und 6 hätten geschaltet werden können, dafür aber keine der bei uns eingebauten drei Batterien Nr. 1, 2 und 3!
Durch das Verdrehen der Kodierscheibe und Wiedereinbau des Schalters ließ sich der Fehler dann ganz elegant und ohne zu Löten beheben.