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18. Januar 2019

Die Suche nach dem eingebauten Fehler -
Verkabelung der elektrischen Instrumente im neuen Duo Discus XLT

Der Beherrscher des Kabelwirrwarrs: Thomas bei der Arbeit

Die Finanzierung unseres neuen Hochleistungsdoppelsitzers Duo Discus XLT war für die Fliegergruppe Fellbach eine große Herausforderung.  Ein kleiner Baustein dazu ist die Eigenleistung, die wir in Form der Verkabelung der elektrischen Instrumente in diesen Wochen in das Projekt einbringen. Die elektrischen Instrumente, Schalter und Sicherungen und einige wesentlichen Kabelstränge wurden zwar bereits von Schempp-Hirth in das Cockpit eingebaut, jedoch waren von uns alle elektrischen Anschlüsse der Instrumente, Lautsprecher und Mikrofone vorzunehmen und einige zusätzliche Kabelstränge zu verlegen. Die Regie und die Hauptarbeiten für dieses anspruchsvolle Werk übernahm unser erster Vorsitzende Thomas Finkenberger, assistiert von Jörg Reichle, Jürgen Wertenbach und Reinhard Weisner.

Aber das allein wäre ja zu einfach gewesen - wie könnte man diese komplexe Aufgabe noch toppen? Richtig, der Duo wurde ab Werk mit einem eingebauten Fehler in der Elektrik ausgeliefert!
Beim "Durchklingeln" der praktisch fertigen Verkabelung stellte sich nämlich heraus, dass die Verbindung zwischen der Stromversorgung und den Instrumenten unterbrochen war.  Wo lag das Problem? An unserer Verkabelung, am möglicherweise nicht zutreffenden Schaltplan, an schlechten Lötstellen, Kabelbruch oder, oder, oder...?

Das Problem (andere sagen dazu "Herausforderung")  beschäftige uns einige Abende. Nachdem wir alle möglichen Fehlerquellen ausgeschlossen hatten, fokussierte sich die Suche auf den Batteriewahlschalter. Und tatsächlich: Bingo!! Der Übeltäter war überführt!

Der verwendete Drehschalter hat 6 Stellungen um bis zu  sechs verschiedene Stromquellen auswählen zu können. Von Schempp-Hirth waren auch alle diese 6 Schaltereingänge sauber verdrahtet. Allerdings ist der Schalter mittels einer Kodierscheibe auf 3 Schalterstellungen begrenzt, da in unserem Duo nur 3 Bordbatterien eingebaut sind. Soweit so gut. Dumm nur, dass die Kodierscheibe irrtümlich so eingesetzt war, dass nur die (nicht vorhandenen) Batterien Nr. 4, 5 und 6 hätten geschaltet werden können, dafür aber keine der bei uns eingebauten drei Batterien Nr. 1, 2 und 3!
Durch das Verdrehen der Kodierscheibe und Wiedereinbau des Schalters ließ sich der Fehler dann ganz elegant und ohne zu Löten beheben.