Deutschlandtour zur Nord- und Ostsee

23. Juni - 1. Juli 2019

Viel Wasser unter den Flügeln des Falken  

Deutschlandtour zur Nord- und Ostsee 


vo
n Reinhard Weisner

 

"D-KFEL, Moin, Moin ..." Mit diesen Worten begrüßt uns der gut gelaunte Flugleiter im Funk beim Anflug auf den Flugplatz Leer-Papenburg. Letzte Zweifel sind beseitigt. Wir sind tatsächlich in Ostfriesland angekommen und fliegen gerade im Queranflug über die breite Ems, deren kleine Wellen im Spätnachmittagslicht zu uns hoch glitzern.

 

Wie alles begann

 

Wir, Thomas und Reinhard von der Fliegergruppe Fellbach, hatten schon seit langem eine größere Reise mit dem vereinseigenen Motorsegler SF25C Rotax-Falke D-KFEL vor. Eine große Deutschlandrunde entlang der Landesgrenze sollte es sein. Dabei wollten wir uns Zeit lassen, Zeit zum Genießen von Landschaft und für Begegnungen mit freundlichen Menschen unterwegs. In acht bis zehn Tagen müsste das zu schaffen sein, inklusive etwas Puffer für Unvorhergesehenes (z.B. Wetter). Wir planten deshalb mit zwei zweiwöchigen Zeitfenstern, in denen wir im Büro und Familie abkömmlich waren. Beide Zeitfenster sollten uns ermöglichen, flexibel dem Wetterverlauf entsprechend den Start der Tour zu bestimmen und unterwegs keinen Zeitdruck wegen schlechter Wetterbedingungen zu bekommen. Den Einstieg in die Deutschlandrunde wollten wir mit uns noch fliegerisch unbekannten Regionen beginnen. Es kristallisierte sich heraus, dass wir die ersten Strecken nach Westen über die Eifel nach Ostfriesland fliegen, gefolgt von einem Abstecher auf die Hochseeinsel Helgoland. Der weitere Routenverlauf sollte dann unterwegs je nach Lust und Laune und Wetter festgelegt werden. Deutschland im Uhrzeigersinn war also angesagt!

 

Zunächst schien das erste Zeitfenster im Juni wettermäßig nicht geeignet zu sein. Dann kam überraschend der Umschwung in den 16-Tage Wetterprognosen. Eine Hochdrucklage mit Hitzewelle war im Anmarsch, die auch in Norddeutschland stabiles Sommerwetter versprach. 

 Reinhard „alarmierte“ Thomas und der Countdown zum Start der Tour lief an. Die Flugvorbereitungen und Hotelbuchungen für die ersten Etappen der Tour waren zu erledigen. Außerdem mussten wir die Rucksäcke mit den unbedingt notwendigen persönlichen Dingen packen, die einerseits für eine zehntägige Reise ausreichen, andererseits das sehr begrenzte Ladevolumen und das Gewichtslimit unseres Motorseglers berücksichtigten.

 

Über große Wälder in die Eifel
1. Tag - 23. Juni 2019

 

Pünktlich zur geplanten Startzeit am Sonntagmorgen verziehen sich die letzten Regenwolken und bald lassen wir unseren Heimatflugplatz Bartholomä auf der Schwäbischen Alb für viele Tage hinter uns. Im Endanflug auf die Piste 16 von Speyer, der ersten Zwischenlandung, fliegen wir ganz dicht am Dom und am Technikmuseum vorbei.

 

Weiter geht es westwärts über die ausgedehnten bewaldeten Höhen des Pfälzer Waldes nach Saarlouis. ‘Jetzt bloß keine Motorprobleme … keine Notlandemöglichkeiten in Sicht, nur Wald, Wald, Wald…‘ solche Gedanken begleiten Reinhard auf diesem Flugabschnitt. Ein kleiner Vorgeschmack auf die vor uns liegenden Seestrecken an der Nordsee. Von diesen Gedanken unbeeindruckt schnurrt unser Rotaxmotor zuverlässig wie gewohnt.

Der Anflug und die Landung in Saarlouis-Düren sind bei starkem und böigem Seitenwind ziemlich anspruchsvoll. Sie bietet uns einen Vorgeschmack auf das, was uns an der See erwarten sollte. „Die Windverhältnisse sind hier oft ziemlich speziell“ erläutert der junge Flugleiter auf dem Turm und deutet auf die drei auf dem Flugplatzgelände verteilten Windsäcke, die alle etwas anderes anzeigen. Nun, wir haben es ja geschafft und gönnen uns vor dem Weiterflug eine kleine Pause bei Kaffee und Kuchen. So gestärkt fliegen wir weiter in die Eifel und passieren dabei die berühmte Saarschleife bei Mettlach und Trier mit Porta Nigra, bevor wir unser Tagesziel, den Flugplatz Dahlemer-Binz in der Eifel erreichen. 

Die Dahlemer-Binz ist ein großer Flugplatz, der zahlreiche Luftsportvereine beherbergt. Wir sind aber an diesem Sonntagabend so spät dran, dass wir nur noch den Flugleiter antreffen. Er hätte noch einen Hallenplatz für uns, wenn wir die Flügel unseres Falken anklappen könnten. „Kein Problem“, so tönen wir, „machen wir sofort!“. Den Bolzen gezogen, den rechten Tragflügel herausgezogen, gedreht, parallel zum Rumpf geschwenkt und in die mitgebrachte Haltestange am Seitenleitwerk eingehängt. Der freundliche Flugleiter hilft uns. Das klappt ja prima! Gut gelaunt nehmen wir den linken Flügel in Angriff: Rausziehen, drehen und sch w e n …? Was war das? Der Holmstummel des linken Flügels lässt sich nicht weit genug aus dem Rumpf ziehen, um den Flügel schwenken zu können. Der entsprechende Drehbeschlag war wohl bei der letzten Wartung um 180° verdreht eingebaut worden. Oh wie peinlich! Also heißt es: Kommando zurück, alles wieder zusammenbauen. Nicht zur Strafe… nur zur Übung! Dabei hilft uns wieder der freundliche Flugleiter ohne sein Gesicht zu verziehen. Er lässt uns auch nicht mit unseren Falken allein, sondern organisiert in einer privaten Drehtellerhalle ein Übernachtungsplätzchen für unser Flugzeug. Danke dafür!
Nun aber schnell zu unserem Gasthaus in dem 2 km entfernten Dorf Schmidtheim, zu Fuß durch den Wald und dann… endlich die Entspannung auf der Terrasse mit Schnitzel und kühlem Weizenbier!

 

Herzlicher Empfang in Ostfriesland 
2. Tag - 24. Juni 2019

Entlang der luxemburgisch-belgisch-niederländischen Grenze nehmen wir heute Kurs auf Leer in Ostfriesland. Bei bestem Sichtflugwetter machen die riesigen Braunkohletagebauten zwischen Köln und Aachen auf uns mächtigen Eindruck. Von den Tagebauten führen kilometerlange Förderbänder direkt zu den zahlreichen Kraftwerken, die so direkt mit dem Braunkohlenachschub versorgt werden. Wirklich kein schöner Anblick, die riesigen Narben in der Landschaft.

Im flachen Norddeutschen Tiefland sehen wir in etwa 50 km Entfernung einen riesigen weißen Block sich aus der Ebene erheben. Ein Kraftwerk? Kann dort nicht sein. Was sonst? Das Objekt liegt auf unserer Kurslinie und beim Näherkommen löst sich das Rätsel auf. Wir überfliegen die riesigen weißen Hallen der Meyer Werft bei Papenburg. Im großen Wasserbecken vor den Hallen liegt das bereits fertiggestellt Mittelteil eines neuen Kreuzfahrtschiffs.
Nun müssen wir nur noch dem breiten Strom der Ems folgen, um unseren heutigen Zielflugplatz Leer-Papenburg zu erreichen. 

In der Platzrunde herrscht gerade Hochbetrieb. Im Funk begrüßt uns ein gut gelaunter Flugleiter mit  "D-KFEL, Moin, Moin ..." Mit dieser Antwort beim Anflug auf Leer spüren wir gleich, dass hier Menschen mit Begeisterung mehr als ihren Job machen. Dem Flugleiter scheint es hörbar Freude zu machen den starken Platzrundenverkehr gekonnt und mit launigen Sprüchen abzuwickeln. Da wir zwei Tage bleiben wollen, muss unser Rotax-Falke wegen des starken Windes über Nacht angebunden werden. Leider gibt es keinen freien Hallenplatz. Aber unser Flugleiter verspricht uns Erdanker und Leinen. Nur sind diese Gegenstände an ihren bekannten Lagerstellen nicht auffindbar. Pech gehabt, oder? Nein, Flugleiter Copi und Vereinskamerad Dirk lassen nicht locker und suchen so lange wirklich jedes Halleneck ab, bis sie endlich in einem Schrank des früheren Flugplatzbesitzers gutes Verzurrmaterial finden und uns kostenlos zur Verfügung stellen. Andernfalls hätte Dirk uns mit seinem Auto zum nächsten Baumarkt gefahren um dort Geeignetes kaufen zu können. Eine wirklich kameradschaftliche Geste zum Empfang!

Fest verzurrt gegen die ostfriesischen Winde lassen wir Motorsegler und Flugplatz zurück, schultern unsere Rucksäcke und machen uns auf den 2,5 km langen Fußweg zu unserem Quartier der nächsten zwei Tage. Eine Ferienwohnung, idyllisch auf einem großen Bauernhof mit kleinem See gelegen, nahe am Flugplatz, aber in der „Pampa“. Die Besitzerin des Bartlinghofes empfängt uns herzlich, die Ferienwohnung ist geräumig und uns stehen zwei Fahrräder zur Verfügung. Auch die Verpflegungsfrage ist schnell geklärt. Wir erhalten von Frau Bartling zusätzlich zum Brötchenservice am nächsten Morgen eine Frühstücks-Survivalbox mit Milch, Orangensaft, frischen Eiern von den Hofhühnern und noch viel mehr leckeren Sachen, nachdem wir ihr am Abend vorher erzählten, dass wir mit einem kleinen Flugzeug angereist und nicht FeWo-typisch ausgerüstet sind. 

Ihre Tochter nimmt uns dann in ihrem Auto mit in die 8 km entfernte Stadt Leer. Nach einer großen Pizza mit Salat lassen wir den warmen Sommerabend im Biergarten des Museumshafens in einer stimmungsvollen Abenddämmerung ausklingen.

 

Inselhopping und Strandleben
3. Tag - 25. Juni 2019

Fix sind wir am nächsten Morgen dank der Fahrräder wieder am Flugplatz. Zusammen mit Flugleiter Copi erörtern wir die Wetterlage. Die Sichtbedingungen sind heute für Helgoland nicht besonders gut, so dass wir uns für ein ostfriesisches „Inselhopping“ entscheiden. Gespannt auf das, was die kommenden Stunden für uns bereithalten werden, fliegen wir zunächst über Emden nach Nordwesten, drehen dann nach Norden ab und fliegen weiter über die Halbinsel Krummhörn und das Wattenmeer bei beginnender Ebbe nach Juist. Borkum zieht auf der linken Seite im Dunst vorbei. Thomas schaltet die Digitalkamera gar nicht mehr aus – tolle und ungewohnte Ausblicke und Lichtstimmungen wollen festgehalten werden. Nach Osten hin sehen wir eine Insel nach der anderen, aufgereiht wie auf einer Perlenkette, die letzten im Sommerdunst verschwindend. Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, …

Unser erstes Ziel ist das kleine Baltrum. Die Insel mit der kürzesten Landebahn (370 m). Reinhard fliegt in der Platzrunde über dem im Sommerlicht glitzernden abfließenden Wasser der beginnenden Ebbe. Tief über dem östlichsten Strand der Nachbarinsel Norderney drehen wir in den Endanflug auf die kurze Piste von Baltrum ein. Das Aufsetzten auf der Schwelle gelingt und schon an der Halbbahnmarkierung können wir zum Backtrack drehen -  da half auch der leichte Gegenwind. Landung um 12:55 Uhr – Glück gehabt, gerade noch rechtzeitig vor der Mittagspause um 13 Uhr!

Baltrum ist die kleinste der ostfriesischen Inseln und autofrei. Manche meinen im Scherz, der Name Baltrum käme daher, dass man um die Insel „bald rum (gelaufen ist)“. So ist für uns der Weg zum Strand auf der Inselnordseite nicht weit und bald können wir unsere Füße im kühlen Nordseewasser kühlen. Blauer Himmel, weißer feiner Sand, grüne Dünen und ein erfrischendes Meer – Urlaubsfeeling pur!

Jetzt aber nicht wegträumen. Wir haben heute noch etwas vor. Also schlendern wir  zum Flugplatz zurück, öffnen die Haube unseres Motorseglers,  um die heiße Luft aus dem Cockpit heraus zu lassen, und nehmen dann im Cockpit  Platz. Thomas ist jetzt der verantwortliche Pilot. Nach einem dank Rotaxmotor problemlosen Start auf der kurzen Piste fliegen wir über dem Meer mit kleinem Abstand zu den Stränden in niedriger Höhe weiter gen Osten. Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge ziehen rechts unter uns vorbei. Dahinter das Wattenmeer bei Ebbe und die Küste mit dem Marschland im Mittagsdunst.
Ein Schlenker noch über Wilhelmshafen mit seinen Kaianlagen und Ölterminals, dann geht es entlang der Küste zurück zur Landung auf Norderney.

Der Inselleuchtturn befindet sich direkt neben dem Flugplatz. Unser Falke mit Leuchtturm im Hintergrund – dieses Foto ist Pflicht!

Auf der Terrasse des Flugplatzrestaurants genießen wir eine Erfrischung. Reinhards frische Erdbeeren mit Joghurt und Sahne sehen gut aus und schmecken nach den heutigen Erlebnissen besonders lecker.
Mittlerweile leeren sich die Reihen der abgestellten Flugzeuge. Einer nach dem andern der vielen Piloten, die als Tagesgäste Norderney besuchten, starten zum Rückflug. Auch uns drängt jetzt die Zeit, denn wir wissen, dass die norddeutsche Gastronomie spätestens um 21 Uhr die Küche schließt.

Alles braucht seine Zeit: der Rückflug nach Leer, das Flugzeug waschen und anpflocken, mit dem Fahrrad zur Ferienwohnung fahren, dort noch duschen (muss sein, es war heiß heute) und wieder aufs Fahrrad zum empfohlenen Gasthof. Um 20:15 Uhr dort angekommen kam uns die Bedienung nach dem Abschließen des Biergartens entgegen: „Gerne bringe ich euch noch etwas zum Trinken, zu Essen gibt es leider nichts mehr.“ Mist, damit haben wir nicht gerechnet! Welche Alternativen gibt es in dem kleinen Ort? Thomas befragt auf seinem Handy Google. Schnell zum Bahnhof. Aber die Pizzeria dort ist schon lange nicht mehr in Betrieb. Glücklicherweise treffen wir zwei etwa 12jährige Buben, die noch mit ihren Rädern unterwegs sind. Sie wüssten zwei Lokale, die noch geöffnet seien. Der Döner-Imbiss an der Hauptstraße – Nein Danke, den haben wir schon auf unserer Hinfahrt gesehen. Aber die Pizzeria La Perla in einer ehemaligen Tankstelle, ja da werden wir hin radeln. Schau‘n mer mal… Die Pizzeria entpuppt sich als libanesischer Familienbetrieb, der bis 22 Uhr alles anbietet, über Pizza, Hamburger, Salate, Eis und kühle Getränke. Und man kann auch im Freien sitzen. Bei leckerer Pizza und frischem Salat schmeckte das obligatorische Weizenbier nochmal so gut. Beim Bezahlen der Rechnung stellt es sich heraus, dass die perfekt deutschsprechende, nette junge Bedienung mit Kopftuch aus Biberach, also ebenfalls aus dem schwäbischen Süden Deutschland stammt!
So findet der ereignisreiche Tag doch noch einen schönen Abschluss. Entspannt rollen wir auf unseren Fahrrädern in der Abenddämmerung zurück zur Ferienwohnung.

 

Flucht vor der Kaltfront
4. Tag - 26. Juni 2019

 

Heute nach Helgoland? Ein Blick auf die Wetterlage vor dem Frühstück (dem Handy sei  Dank!) beantwortet diese Frage eindeutig. Schnell naht eine Kaltfront mit heftigem Wind, tiefen Wolken und Niederschlägen. Im GAFOR-Bild wird für dieses Gebiet Rot (X-Ray, geschlossen) gemeldet. Wir schauen uns an: Dann nix wie hier weg! Lasst uns noch vor der Front nach Büsum fliegen, unserem nächsten Standquartier. 

Ein Mitarbeiter vom Bartlinghof fährt uns dankenswerterweise zum Flugplatz. Wir müssen nicht laufen. Wieder etwas Zeit gespart.

Am Flugplatz angekommen schaut er sich unseren Rotax-Falken bewundernd an und wünscht uns einen guten Flug. Noch scheint am Flugplatz Leer-Papenburg die Sonne. Am nordwestlichen Horizont ziehen aber schon erste dunkle Wolken auf! Also schnell den Falken gecheckt, die Rechnung in der Flugleitung bezahlt und sich von den freundlichen Leerer Fliegerkameraden verabschiedet.

 

Mit maximaler Reisegeschwindigkeit fliegen wir über Wilhelmshafen und die Halbinsel Butjadingen nach Heide-Büsum.

Unterwegs drängen sich schon die ersten tiefen Wolken von links über Wangerooge in Richtung unsere Flugroute. Wir hören im Funk, wie einige Piloten auf dem Weg nach Helgoland umdrehen und auf Wangerooge landen wollen.

Wir können aber dem Wetter davonfliegen und befinden uns bald im Anflug auf Heide-Büsum. Wo wir hinschauen: Über das ganze Land sind Windkraftanlagen verstreut. Besonders auf die Anlagen in der Nähe des Queranfluges haben wir ein wachsames Auge. Dann endlich die Landung bei Sonnenschein und bockigem Wind.
Puh, erleichtert marschieren wir zum Tower und begrüßen den Flugleiter. Leider kann er uns keinen Hallenplatz anbieten – es sei denn, wir stellen unseren Falken in die große Halle vor die zweimotorige Britten-Norman BN2-Islander der Inselflieger. Dankend lehnen wir ab. Es hätte bedeutet, dass wir am nächsten Morgen schon um halb acht am Flugplatz hätten sein müssen, um unseren Falken aus der Halle zu ziehen. Denn die BN2-Islander startet regelmäßig um acht Uhr zum ersten planmäßigen Passagierflug nach Helgoland. Als Alternative leiht er uns ein Set mir Erdankern und Seilen. Damit pflocken wir unseren Falken an.

Der Flugplatz Heide-Büsum hält für seine Gastpiloten kostenlose Leihfahrräder bereit. Aus diesem Fundus suchen wir uns zwei gute Räder für die nächsten Tage aus und radeln gleich zu unserem 5 km entfernten Hotel Garni Deichgraf. Wir bekommen ein großes, helles Zimmer mit Blick auf den Deich und das Wattenmeer.
Mittlerweile hat sich der Himmel eingetrübt. Gut, dass wir jetzt nicht mehr fliegen müssen! Dafür radeln wir nach Büsum, schauen uns am Hafen die bunten Fischerboote an und laufen auf der breiten Strandpromenade bis zum Molenkopf, wo wir die heimkehrenden Krabbenfischerboote beobachten. Mittlerweile ist es bei starkem Wind sehr kühl geworden. Gut, dass wir unsere Jacken und Pullover im Fahrradkorb mitgenommen haben.

Fahrradtour zum Eidersperrwerk
5. Tag – Do, 27. Juni 2019

Am nächsten Tag entschädigt uns ein super Frühstücksbüffet für das heutige schlechte Wetter. Eine Fahrradtour zum 25 km entfernten Eidersperrwerk wäre doch ein guter alternativer Plan, oder? Gesagt, getan. Bei tief hängenden Wolken fahren wir mit unseren Rädern auf gut ausgebauten Wirtschaftswegen gen Norden. Ab und zu suchen wir Schutz vor einem schnell dahin ziehenden Schauer unter Bäumen und großen Büschen.

Bis zum Eidersperrwerk fahren wir  immer gegen den Wind – ein sportliches Kontrastprogramm zum Sitzen beim Fliegen!

Um die Mittagszeit erreichen wir das beeindruckende Sperrwerk. Hauptzweck dieses größten deutschen Küstenschutzbauwerkes ist der Schutz vor Sturmfluten. Als ein Jahrhundertbauwerk wurde es am 20. März 1973 eingeweiht. Die Außendeichlinie im Bereich der Eidermündung wurde so von 60 km auf 4,8 km verkürzt.

Zurück nach Büsum auf einer anderen Route, am Deich entlang. Jetzt aber mit Rückenwind. Juhu! Geschwindigkeit ist jetzt keine Hexerei. Bald schon erreichen wir wieder Büsum. Etwas ausgekühlt finden wir nach kurzer Suche ein gemütliches Café und stärken uns dort mit frischen Waffeln mit heißen Kirschen und Vanilleeis, dazu eine große Tasse Cappuccino. So findet die windige Fahrradtour einen gemütlicher Abschluss.

 

Reifenpannen und stimmungsvolles Wattenmeer
6. Tag – Fr, 28. Juni 2019

Der Blick heute Morgen aus dem Fenster gibt Hoffnung. Sonne! Schnell das Wetter gecheckt. Heute ist eine deutliche Wetterberuhigung zu erwarten, für morgen, Samstag, wird sogar das ideale Sommerwetter angesagt. Helgoland, wir können doch noch kommen!
Nach dem Frühstück schnell zur Hotelrezeption. Die Verlängerung unseres Aufenthaltes um zwei Tage klappt. Prima, das hätten wir dann auch, und dem morgigen Flug zu Deutschlands Hochseeinsel scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Und was machen wir heute?
Der Plan ist, eine große Runde um Schleswig-Holstein zu fliegen: Sylt, Flensburg, Kiel und Brunsbüttel am Eingang des Nord-Ostseekanals sollten unsere Wegpunkte sein. Jetzt aber zügig mit den Fahrrädern durch die Felder zum Flugplatz. Dort aber ein böses Erwachen. Das Spornrädchen unseres Falken ist platt. Platt!!

Der Flugleiter hat für uns in der Fahrradgarage Flickzeug parat. Außerdem gibt er uns einen Schlüssel zum Werkzeugschrank im großen Hangar. Alles scheint doch ganz einfach. Den Falken hinten hochbocken, das Spornrad ausbauen und den Reifen von der Felge lösen. Das Leck ist schnell gefunden. Es befindet sich leider an einer etwas blöden Stelle: nabenseitig in der Nähe des Ventils. Fahrradreifen flicken können wir ja. So dachten wir. Früher zigmal bei Fahrradpannen daheim und unterwegs erfolgreich durchgeführt. Aaaber… weit gefehlt. Letztendlich brauchen wir drei Versuche, jedes Mal mit Ausbau und Einbau des Schlauchs, und viel Zeit bis zum Nachmittag bis das Spornrad endlich seine Luft behält. Unglaublich, was alles schief gehen kann: Alte Gummilösung, dann ließ sich der (spezielle?) Schlauchgummi auch mit frischer Gummilösung aus einer neuen Tube nicht wirklich klebefreundlich anlösen, Fertigungsgrate am Schlauch und ungünstige Lage des Lecks in Ventilnähe. Unsere Laune ist nicht mehr so gut wie heute Morgen und besserte sich auch nicht mit der Bemerkung des Flugleiters, ob wir denn eine Doktorarbeit daraus machen wollten… Jedenfalls können wir den geplanten Schleswig-Holstein Rundflug wegen der fortgeschrittenen Tageszeit „knicken“.
Um 16 Uhr starten wir trotzdem – zu einem Rundflug über das Wattenmeer nach Sylt und zurück. Ein guter Plan nach dem ganzen Frust.
Aufgelockerte, dünne Wolken begleiten uns in 2000 ft und so fliegen wir in niedriger Höhe über das riesige schleswig-holsteinische Wattenmeer bei Ebbe. Nahezu unbeschreiblich, mit welchen stimmungsvollen Ausblicken wir auf diesem Flug belohnt werden. Riesige Sandbänke, auf denen verbliebene Pfützen im späten Licht der tief stehenden Sonne glitzern. Dazwischen große und kleine Priele, in denen blau-grünes Wasser fließt. Hie und da ist auf ihnen ein weißes Schiff zu sehen. Dazwischen die grünen Oasen der Halligen. Zwischen uns und dem blassblauen Himmel immer mal wieder weißgraue, flache Wattewölkchen. Eine traumhaft abgehobene Stimmung lässt uns den Ärger des Reifenflickens vergessen. Über Pellworm, Hallig Hooge und Föhr führt uns unsere Route bis zum Sylter Hindenburgdamm, über Amrum und Sankt Peter Ording wieder zurück nach Büsum.

Spät, aber nicht zu spät um noch etwas zu Essen zu bekommen beschließen wir den Tag im Restaurant Alte Post in Büsum mit perfekt zubereiteten Spezialitäten. Labskaus mit Quellersalat, gebratener Fisch und Krabben in gediegener Atmosphäre mit kühlem Weizenbier – Urlaub pur!

 

Helgoland – die Hochseeinsel
7. Tag – Sa, 29. Juni 2019

Heute soll es nach Helgoland gehen. Als sich kurz vor dem Frühstück die ersten, tiefen Wolken am blauen Himmel bilden, kommen Thomas Zweifel, ob wir heute dies Vorhaben durchführen können. Wir beschließen den Countdown zum Start erst einmal weiter laufen zu lassen. Dazu gehören die Aufgabe des Flugplans nach dem Frühstück, die Flugvorbereitung, die Fahrt zum Flugplatz, das Checken des Falken und das Anlegen der Schwimmwesten. Getankt hatten wir bereits gestern Abend.

Wir befragen den gerade von Helgoland zurück gekommenen Piloten der BN2-Islander über das Wetter auf der Strecke: „Helgoland ist ganz frei mit perfekter Sicht, in Richtung Festland noch ein paar dünne Wolken, durch die man durchsehen und durchfliegen kann – fliegt los!“

Diese Aussichten beflügeln. Nach dem Start lässt Thomas den Falken gleich kräftig steigen. Unter uns blaues Wasser, über uns blauer Himmel und die Wolken sind verschwunden. Kaum zu glauben, dass wir uns Deutschlands Hochseeinsel immer näher kommen. Der Rotax schnurrt beruhigend, wie immer. Thomas meint weit voraus am Horizont eine große Sandbank zu sehen. Ob das schon Helgoland ist? Nein, eher eine Art Fata Morgana. Denn wir sind Helgoland schon viel näher. Schräg voraus, im blauen Wasser sehen wir die ersten Umrisse der Insel. Was doch eine gute Sicht ausmacht!

Bald schon steuert Thomas den Falken in das Endteil zur Landung auf dem Flugplatz Helgoland. Dieser befindet sich auf einer vorgelagerten Insel, von den Helgoländern „Düne“ genannt. Reinhard fotografiert die auf der rechten Seite vorbeiziehenden roten Felsen der Hauptinsel. Dann führt der Anflug knapp über den Inselcampingplatz und endet gleich darauf mit dem Aufsetzten auf der Schwelle der 480 m langen Piste 15.

Beim Abstellen sollen wir den Falken aus Platzgründen mit dem Spornrad in die Wiese stellen. Wiese - das ist hier eine leicht ansteigende Böschung der betonierten Abstellfläche, mit niedrigem, verholztem Bewuchs. Wir heben also den Schwanz des Falken an und achten darauf, dass das knorrige Geäst unserer Bespannung nicht schadet. Da schreit auf einmal der Flugleiter vom Tower zu uns herüber und fuchtelt gestikulierend mit den Armen. Wir schauen uns verständnislos an.
Haben wir etwas falsch gemacht? Keine Ahnung. Reinhard läuft schnell zum Flugleiter und will die Sache klären. Des Rätsels Lösung? Der Flugleiter wollte uns nur vor Schaden bewahren. Denn als wir den Schwanz des Falken angehoben hatten, kam die unten stehende Spitze des senkrecht stehenden Propellers dem Betonboden gefährlich nahe. Daran hatten wir allerdings - trotz aller Umsicht beim Rangieren - nicht gedacht. Glück gehabt, es ist nix passiert!

Eine kleine Personenfähre bringt uns in fünf Minuten zur Hauptinsel. Dort wandern wir auf dem Rundweg entlang der roten Klippen zum Wahrzeichen der Insel, der langen Anna. Dieser Felsenturm im Nordwesten der Insel wurde vor langer Zeit durch Erosion von der Hauptinsel getrennt. Unterwegs sehen (und riechen) wir viele tausend Seevögel, die in den Klippen brüten. Dazu gehören u.a. Basstölpel, Lummen und Möwen. 

Zurück in der Oberstadt lassen wir uns auf einer Caféterrasse frische Erdbeeren servieren und haben einen herrlichen Ausblick auf die Bucht von Helgoland und auf die Düne, auf der sich Flugplatz, Campingplatz und die schönen Strände befinden.

Beim Startlauf zum Rückflug gerät uns fast noch ein aufgescheuchter Möwenschwarm in den Propeller. Das hätte gerade noch gefehlt…
Eine Ehrenrunde um die Hauptinsel - das muss noch sein, bevor Reinhard den Falken wieder gen Festland steuert. Bei dem klaren Wetter heute kommt die Küstenlinie von Schleswig-Holstein schon wenige Minuten nach dem Start in Sicht. Dass dazwischen noch fast 60 Kilometer hohe See liegen, will man kaum glauben.

Es ist nahezu windstill. Das Meer liegt tiefblau und glatt unter uns, verziert mit einigen Strömungs- und Algenschlieren. Alles ist so friedlich und ruhig. Bis auf unseren Rotax. Der schnurrt sein Lied wie immer. Gut so.

Voller Eindrücke landen wir wieder in Büsum. Die Platzrunde kennen wir mittlerweile auswendig. Im Biergarten des Chinarestaurants genießen wir in der Abendsonne gebratene Ente und lassen hochzufrieden die Erlebnisse des Tages Revue passieren. Helgoland hat doch noch geklappt. Und wie!

Von West nach Ost - Kreuzfahrtschiffe überall
8. Tag – So, 30. Juni 2019

Satt von Nordseeerlebnissen wollen wir heute zur Ostsee fliegen, entlang des Nord-Ostseekanals zunächst nach Kiel. Ob es am Sonntag liegt, dass wir nur wenige Schiffe auf dem Kanal entdecken können?
Kiel umrunden wir in einem ganz weiten Rechtsbogen und haben Einblicke auf die Schleusenanlagen des Nord-Ostseekanals in Kiel-Holtenau, die Kieler Bucht, in der verschiedene Segelregatten anlässlich der Kieler Woche zu beobachten sind und den Kieler Hafen, wo gleich zwei große Kreuzfahrtschiffe festgemacht haben.

Wir fliegen nun direkt weiter zu den gut besuchten Stränden von Travemünde. Unter uns liegt im Hafenbecken die Passat, eine Viermast-Stahlbark, die heute als Museumsschiff dient. Das bekannte Schwesterschiff Pamir ist 1957 in einem Orkan im Südatlantik gesunken. Im Hafen von Wismar sehen wir das nächste große Kreuzfahrtschiff, bevor wir Kurs auf Rostock nehmen.

Rostock lassen wir rechts liegen und befinden uns gleich über  Warnemünde, einem  Ortsteil im Norden der Hansestadt Rostock. Die Warnow mündet hier in die Ostsee und gab dem Ostseebad Warnemünde seinen Namen. 
Der Strand von Warnemünde ist bei dem herrschenden heißen Sommerwetter sehr gut besucht. Dicht an dicht stehen dort die Strandkörbe. Kein Wunder, Außentemperaturen von über 35°C hat man an der Küste selten. Eine kleine Erfrischung täte uns im Cockpit auch gut!

Im Hafen liegt ein großes Kreuzfahrtschiff der AIDA Reederei

Wenige Kilometer noch nach Osten, dann landen wir auf der großzügigen Grasbahn des Flugplatzes Rostock-Purkshof.  Der starke Wind kommt glücklicherweise direkt von vorn. Beim Aussteigen empfängt uns dieser unangenehme, heiße Wind. So wie man es vielleicht von Wüsten kennt. Bei 39°C Lufttemperatur wollen wir jetzt nicht wirklich gerne draußen sitzen. Schnell helfen wir noch den Purkshofer Fliegerkameraden, die großen Sonnenschirme auf der Terrasse zu schließen und vor dem stürmischen Wind zu sichern. Nach getaner Arbeit sitzen wir im Fliegerheim zusammen. Kühles Apfelsaftschorle und leckeres Eis bringt uns wieder auf normale Temperaturen. Leider müssen wir die interessanten Gespräche mit den Fliegerkameraden abkürzen, da wir weiter nach Berlin-Strausberg fliegen wollen. Zum Abschied geben sie uns noch mit auf dem Weg, dass wir beim nächsten Besuch in den Zimmern des Klubheims übernachten können. Viele Mitglieder nutzen diese Einrichtung und beginnen den Flugtag mit einem gemeinsamen Frühstück. Ein guter Brauch, wie wir finden.


Nach dem Start steigt unser Falke nur unwillig auf Reiseflughöhe und die Öltemperatur erreicht hohe Werte. Kein Wunder bei fast 40° Außentemperatur ohne Thermik. Strausberg kennen wir schon aus dem letzten Jahr, als wir dort am Green Speed Cup teilgenommen haben. Die Platzrunde ist für uns deshalb ein Heimspiel. So brauchen wir die Hinweise des Towers eigentlich nicht, um auf den langen Rollwegen zum großen Hangar zu finden. Unser Falke passt dort aufgerüstet hinein und steht über Nacht neben einer großen zweimotorigen Turboprop. Für Gastpiloten bietet der Flugplatz Straußberg komfortable Übernachtungsmöglichkeiten im „Fliegerhorst“ an. Auch wir nutzen dieses Angebot und können so bald zum gemütlichen Teil mit Weizenbier und Berliner Weiße übergehen.

 

Plattes Spornrad, Waldbrand und ein Festivalflugplatz
9. Tag – Mo, 1. Juli 2019

Heute soll es nach Hause, nach Bartholomä gehen. Laut Wetterbericht verläuft eine Störung diagonal von Nordwest nach Südost über Deutschland. Wir wollen hinter der abziehenden Störung eine westliche Route über den Harz und die Rhön fliegen. Wir sehen keinen Grund zur Eile und wollen in aller Ruhe unseren Start um die Mittagszeit vorbereiten. Aber anscheinend haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Als wir den Falken aus dem Hangar holen, müssen wir mit aufsteigendem Groll zur Kenntnis nehmen, dass das Spornrad des Falken schon wieder ohne Luft ist. Es ist schlicht und ergreifend platt. Und kein Werkzeug und Flickzeug in der Nähe. Hilfe!!
Ein Mechaniker hat im Hangar einen großen abgetrennten Bereich, in dem er Wartungen und Reparaturen auf eigene Rechnung durchführt. Ob wir von ihm Hilfe bekommen? Reinhard wird aber auf der Suche nach einem 17er Schlüssel und Luftpumpe/Kompressor von ihm rüde weggeschickt. Der erste und einzige „Unkumpel“ auf unserer Tour. Wir halten kurzen „Kriegsrat“ ab und beschließen, zu Fuß schnell zur 20 Minuten entfernt liegenden ATU-Filiale zu laufen um dort eine Dose mit Reifendichtmittel (Tirefit) zu kaufen. Eine Stunde später sind wir nassgeschwitzt wieder zurück. Die Zeit läuft uns davon. Erfreulich aber, dass die nette Flugleiterin das Handfunkgerät nimmt und sich mit uns in der Flugplatzwerkstatt und in der Feuerwehrgarage auf die Suche nach Werkzeug macht. „Schaut euch einfach um und nehmt, was ihr braucht!“
Mit Gabelschlüssel und Holzklötzen zum Aufbocken bewaffnet demontieren wir schließlich das Spornrad und füllen vorsichtig das unter Druck stehende Reifendichtmittel in unser kleines Rädchen ein (die Füllmenge der Dose ist für einen großen PKW-Reifen bemessen!). Das Spornrad behält jetzt seinen Druck, obwohl … ein kaum zu hörendes Fiepen signalisiert, dass das Leck noch nicht vollständig abgedichtet ist. Ab jetzt  gehen wir einfach davon aus, dass das Dichtmittel schon noch vollständig wirken wird oder die Luft noch so lange drin bleibt, bis wir daheim gelandet sind. Was wollen wir auch anderes machen? Wir müssen dringend starten, um Bartholomä rechtzeitig vor Sonnenuntergang zu erreichen.

Das erste Etappenziel zum Tanken und Pilotenwechsel ist Ballenstedt am Rande des Harzes. Unterwegs sehen wir eine große Rauchwolke aus einem Waldgebiet aufsteigen. Dor brennt der Wald, wie auch an manch anderen Stellen in Brandenburgs Wäldern in diesen heißen Tagen. Der Brandherd liegt neben einer Autobahn, die Feuerwehr ist schon vor Ort. Diese Info geben wir auf Anfrage von FIS an die Kontroller weiter.

Im Landeanflug auf Ballenstedt wundern wir uns über die vielen Dixieklos entlang der Piste und eine große Zahl von Sattelschlepper auf dem Flugplatzgelände. Später erfahren wir, dass hier die Vorbereitungen zum ROCKHARZ Open Air Festival laufen, und der Flugplatz heute ab 18 Uhr für eine Woche geschlossen wird.

Der letzte Schenkel von Ballenstedt über Eisenach und Würzburg nach Bartholomä verläuft unspektakulär. Kurz nach einem abziehenden Gewitter erreichen wir am Abend unseren Heimatflugplatz Bartholomä. Nicht zu früh und auch nicht zu spät. Und unser Spornrad hat bei der Abschlusslandung immer noch genügend Luft!

Neun Tage waren wir in Deutschlands Norden unterwegs. Eine lange Zeit - und trotzdem verging sie buchstäblich wie im Flug. Nachdem wir wieder wohlbehalten auf heimischen Boden stehen, recken wir unsere Daumen nach oben und klatschen uns ab: Eine gelungene Tour, überaus reich an Eindrücken, Erlebnissen und menschlichen Begegnungen! 

 

Nach neun erlebnisreichen Tagen wieder in Bartholomä zurück
Nach neun erlebnisreichen Tagen wieder in Bartholomä zurück