Aktuell


09. November 2018

Heimarbeit - wir feiern den 100sten Auftrag!

Wer feste arbeitet, der darf auch Feste feiern! Getreu diesem Motto trafen wir uns am heutigen Werkstattabend diesmal nicht um zu „schrauben“, sondern um den 100. Heimarbeitsauftrag der Fa. Proksch zu feiern.

Unser Organisator Roland Schäfer berichtete kurz darüber, wie alles vor 2 Jahren mit kleinen Stückzahlen begann und wie es sich bis heute zu einer Erfolgsstory entwickelte. Anschließend würdigte unser erster Vorsitzende Thomas Finkenberger das außerordentlich hohe Engagement von Jung und Alt, ohne das wir die Heimarbeit nicht in dem Maße leisten können.

Die nicht unerheblichen Einnahmen daraus ermöglichen uns die Finanzierung vieler notwendiger und teurer Dinge, wie z.B. die Anschaffung neuer Funkgeräte und Rettungsfallschirme, oder die Finanzierung von Kaskoversicherungen für unsere wertvollen Flugzeuge.

Nicht zuletzt fördert das gemeinsame Arbeiten an einem großen Tisch die Kommunikation der Mitglieder untereinander. Bei Fliegerdiskussionen und kalten Getränken fühlen wir uns durchaus wie an einem Stammtisch, der die Werkstattabende zum Erlebnis macht!


27. Oktober 2018

Heckenschneiden im Wetterfenster

"die letzten Wettermeldungen für morgen lassen hoffen, dass der angekündigte leichte Regen zumindest in einem für uns passenden Zeitfenster noch deutlich geringer ausfallen könnte. Daher findet die morgige Heckenschneideaktion wie geplant statt. Warme und regendichte Kleidung ist aber vorsorglich zu empfehlen."

Mit diesen Worten aus der letzten Mail von Thomas starteten wir die jährliche Hechenschneideaktion am Fliegercampingplatz und an der Flugplatzsüdhecke. Trotz der eher ungemütlichen Wetteraussicht kamen erfreulich viele Fliegerkameraden und Stellplatzbesitzer pünktlich zum Kurzbriefing um 9:00 Uhr. Dann ging es los. Mit Astscheren, Motorheckenscheren und Kettensägen bewaffnet schnitt eine große Mannschaft die über den Sommer üppig emporgewachsene Vegetation zurück. Auch kleinere Bäume, die mittlerweile zu hoch gewachsen waren, wurden gefällt. Die unglaublichen Mengen an Schnittgut stopften anschließend die Jungflieger unter der Aufsicht ihres Fluglehres Jürgen in den "gefräßigen" Schlund des Häckslers, der alles sogleich fein zerhäckselt durch seinen großen Blaskamin in hohem Bogen auf das naturbelassene Gelände hinter dem Campingplatzwäldchen auswarf.

Nach einer kurzen Mittagapause, in der Peters berühmte LKWs den Weg in die hungrigen Mägen fanden, wurde anschließend trotz langsam einsetzenden Regens die Arbeiten energisch fortgeführt, bis wir gegen 16 Uhr mit allem fertig waren.
Fazit:
- alle Arbeiten (und noch einige mehr) wurden erledigt
- dabei haben wir das regenfreie Wetterfenster optimal genutzt (am folgenden Tag gab es ergiebigen Schneeregen!)
- und das allerbeste: alle Arbeiten verliefen unfallfrei!

Peter fährt Heckenschnitt zum Häcksler...                   ... und wird dort vom Häckslerteam erwartet (v.l.: Florian, Jürgen, Mika)

 auch komplette Bäume mussten weichen...           Sven (li) und Dietmar "Gnoube" (re) nach vollbrachter Tat


14. Oktober 2018

Großer Publikumsandrang am Infostand der FGF auf dem Fellbacher Herbst

So viele interessierte Besucher hatte die Fellbacher Fliegergruppe in der Vergangenheit noch nie! Bei sommerlichem Wetter und strahlend blauem Himmel präsentierten sich die Flieger auf dem prominenten und großräumigen Platz zwischen Lutherkirche und altem Friedhof in unübersehbarer Weise. Am Infostand verkauften wir wieder unsere Luftballone in Jumbojet-Form. Diese gingen weg wie warme Semmeln bis uns - leider zu früh-  das Heliumgas ausging. So verlagerte sich das Publikumsinteresse auf den LoopingStar, mit dem Lose für Rundflüge zu gewinnen waren. Unglaublich-mindestens zwei kräftige Männer schafften locker 5 Loopings hintereinander! Und viele andere die notwendigen 3 Loopings, um ihre Adresse in die Los- und Spendenbox werfen zu können.
Der größte Blickfang allerdings stellte unser Twin III  dar, den wir zum ersten Mal in voller Größe aufbauen konnten, und der mit seinem auffälligen Warndesign die Blicke auf sich zog!
Das Wichtigste: Am Rande dieser Attraktionen kamen wir mit vielen Besuchern ins Gespräch und konnten das Interesse an unsere Fliegergruppe und für das Fliegen mit detaillierten Informationen befriedigen. Dazu dienten letztendlich auch unsere kleinen Visitenkärtchen mit den Kontaktdaten und dem Hinweis auf unsere Homepage – von Jürgen noch in letzter Minute erstellt.


4. Oktober 2018

Symbolische Scheckübergabe

                                                         1000 Euro für die Fliegergruppe

 

Mit dieser Überschrift berichtete die Fellbacher Zeitung am 12.10.2018 von der Scheckübergabe der Volksbank Württemberg an die Fliegergruppe Fellbach. Zu diesem Anlass besuchte uns der Bankvorstand Ingolf Epple in der Fliegerwerksstatt.
Wortlaut der Pressemeldung mit Foto:

"Scheckübergabe  Die Volksbank am Württemberg unterstützt die Fliegergruppe Fellbach beim Neuerwerb des doppelsitzigen Segelflugzeuges mit Heimkehrhilfe, welches für die Steckenflugweiterbildung und große Leistungsflüge angeschafft wurde. Bankvorstand Ingolf Epple überreichte in der Werkstatt der Fellbacher Flieger hierfür den symbolishcne Scheck über 1000 Euro an den Vorstandvorsitzenden der FGF Thomas Finkenberger. Unser Bild zeigt ( v.l.n.r.) Thomas Finkenberger, Ingolf Epple und Sven Bäder neben dem vor Kurzem eingetroffenen Flugzeug. (san)"


18. September 2018

Duo Discus XLT planmäßig in Fellbach gelandet

    Viele spannende Monate mit Diskussionen und Planungen liegen hinter uns - endlich war es soweit!

 

Unser Vorsitzender Thomas Finkenberger nahm am Montag zusammen mit einer kleinen Vereinsdelegation unseren neuen Duo Discus XLT bei der Fa. Schempp-Hirth in Kirchheim in Empfang. Viele Hände verluden mit der Hilfe und dem fachkundigen Rat von Schempp-Hirth Mitarbeitern den kostbare Hochleistungsdoppelsitzer in unseren neuen Cobra-Anhänger. Nachdem der Duo ordentlich im Anhänger gesichert war, fuhr ihn Markus vom Werksglände in die Fellbacher  Segelfliegerwerkstatt.

Alles hat gepasst. Denn erst letzte Woche verließ der neue Duo-Anhänger die Werkhallen der Fa. Spindelberger in Nordhessen und wurde von Jürgen, Markus und Thomas nach Fellbach überführt. Die noch notwendigen kleineren Anpassungs- und Polsterarbeiten erledigte ein kleines Team am Wochende, so dass dem Flugzeugtransport nichts mehr im Wege stand.

Das neue Flugzeug wurde gleich gestern mit einem kleinen Sektempfang den Vereinskameraden präsentiert. Mit großem Interesse begutachteten die Flieger mit Freunden und Freundinnen den edlen Neuerwerb der Fliegergruppe, dessen hellrot leuchtende Warnlackierung der Blickfang in der Werkstatt war.

 

Um Kosten zu sparen, haben wir sowohl den Anhänger, als auch den Duo Discus XLT nicht fixfertig gekauft, sondern noch eine mehr oder weniger umfangreiche Menge Eigenleistung eingeplant.
Das heißt für den

  • Flugzeuganhänger
    Neben den bereits geleisteten Restmontagearbeiten stehen noch weitere Finisharbeiten an, insbesondere Polsterarbeiten, damit unser kostbarer Duo beim Ver- bzw. Ausladen keine Macken und Schrammen an scharfkantigen Hängerbauteilen erhält.
  • Duo Discus XLT
    Die elektrischen Instrumente sind zwar bereits von Schenpp-Hirth in das Cockpit eingebaut, jedoch müssen von uns die elektrischen Anschlüsse und einige zusätzliche Verkabelungsarbeiten erledigt werden. Thomas und Jörg werden diese verantwortungsvollen Tätigkeiten übernehmen. Aufgrund der Komplexität der Verkabelung werden diese Arbeiten voraussichtlich mehrere Wochen benötigen.

Zum Abschluss an dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an alle Beteiligten, die durch Spenden, unermüdliche Mitarbeit an den Werkstattabenden, sowie außerordentlichem Organisationsengagement und Arbeitseinsatz zur Anschaffung dieses tollen Segelflugzeugs beigetragen haben!

 


1. September 2018

Ferienspaß bei der Fliegergruppe Fellbach

Am Samstag kamen 12 Kinder aus Fellbach zu uns nach Bartholomä auf den Flugplatz und durften mit unserem Twin  in die Luft gehen. Trotz bedecktem Himmel konnten auch einige längere Flüge gemacht werden, was allen Teilnehmern großen Spaß gemacht hat. Am Ende flogen auch noch ein Vater und eine Mutter mit uns. Beide waren so begeistert von ihrem Flugerlebnis, dass die Familie uns zwei Tage später eine sehr positive Dankesmail schickte. 


28. Juli bis 5. August 2018

Fluglager "Up and away"

In der ersten Woche der Sommerferien gab es wieder unser Fluglager "Up and away" auf dem Flugplatz Bartholomä. Die Tage starteten mit einem Briefing und unser "Wetterfrosch" Steffen Lindenmaier analysierte die aktuelle Wetterlage. Dabei ging es nicht nur um die hohen Lufttemperaturen, die dieses Fluglager stetig begleiteten, sondern natürlich vor allem um die Wetterentwicklung mit Wind, Steigwerte, Wolkenbasis und Thermikverteilung. Das passte in dieser Woche alles, so dass getreu dem Motto "Up and away" viele Leistungsflüge erfolgreich geflogen wurden. Von 14 Piloten und Pilotinnen wurden mit 33 Flügen rund 16 581 km im Flug zurückgelegt. Die größten Strecken wurden im den beiden letzten Juli-Tagen geflogen, welche von allen Pilotinnen und Piloten als "Hammertage" bezeichnet wurde. Nicht nur die Wolkenbasis war mit 3000 Metern außergewöhnlich hoch, auch die Steigwerte in der Thermik waren mit bis zu 5 m/s einzigartig. Alle Flüge können natürlich auf der OLC Homepage angesehen werden.  Besonders attraktiv am Fliegen in größeren Höhen sind die große Reichweite und die kühlen Temperaturen, welche beim Fliegen für eine angenehme Erfrischung sorgen. Für die am Boden gebliebenen stand der neue Pool der Jugendgruppe zur Abkühlung bereit - bei über 30 °C eine gute Investition. Aber nicht nur fertige Pilot/innen, auch unsere Flugschüler/innen kamen in dieser Woche voll auf ihre Kosten. Mit vielen Starts bei denen auch längere Thermikflüge dabei waren, konnten sie in ihrer Ausbildung einen großen Schritt nach vorne machen. Nach dem Flugzeug-Waschen und dem Einräumen in den Hangar beschlossen gutes Essen und kühle Getränke in unserer Gemeinschafts-Hütte die Tage.    


16. Juni 2018

Im Segelflug zur Zugspitze

Heute wollte Maria unbedingt Alpenluft schnuppern. Gesagt getan. Zusammen mit ihrer LS6 flog sie vom Heimatflugplatz Bartholomä-Amalienhof direkt nach Süden zur Zugspitze. Die in den Bergen anfänglich hohe Cumulusbewölkung sank im Tagesverlauf soweit ab, dass die Zugspitze teilweise spektakulär von Wolken umgeben wurde. Maria umkurvte die Bergspitzen mehrfach und genoss die grandiose Aussicht aus dem Segelflugzeugcockpit. Nach fast acht Stunden landete sie voller Eindrücke wohlbehalten in Bartholomä.

 


26. April 2018

 Besuch in der Superorchideenschmiede

Welchen Segelfliegerpiloten würde das nicht interessieren - einen Blick hinter die Kulissen der weltberühmten "Schmiede" von Segelflugzeug-Superorchideen zu werfen?

Letzen Donnerstag reisten viele Fellbacher Segelflieger nach Kirchheim/Teck zur Fa. Schempp-Hirth und konnten sich dort in einer interessanten und kurzweiligen Werksführung ein Bild über die manufakturähnliche Herstellung der edlen weißen Segelflugzeuge machen. Ganz genau schauten wir uns auch einen kurz vor der Auslieferung stehender Duo Discus XLT an, der ähnlich ausgestattet war wie unser bestellter Duo, der in diesen Hallen Ende September fertig gestellt werden wird. Die Vorfreude auf diesen neuen Hochleistungsdoppelsitzer ist bei allen Beteiligten riesengroß!


21. April 2018

Neues Farbdesign für unsere Segelflugzeuge

Twin3 Acro (li.) mit Discus CS (re.) im neuen Warnfarbendesign

Am letzten Samstag nach dem Flugbetrieb war es soweit:

Fotoshooting mit unseren Segelflugzeugen im neuen Farbdesign. In der tiefstehenden Abendsonne präsentieren sich zwei Segelflugzeuge Schnauze an Schnauze im auffälligen Warnfarbendesign.

Wir erhoffen uns damit einen deutlichen Sicherheitsgewinn durch eine frühzeitigere Erkennung in der Luft bei Begegnungen mit andern Flugzeugen. In dem Luftraum, in dem wir unterwegs sind, gilt das Prinzip "Sehen und gesehen werden". Je eher ein Pilot ein anderes Flugzeug erkennt, das seinen Flugweg kreuzt, desto besser kann er einer mögliche Kollision ausweichen.


21. April 2018

Twin 3 macht Werbung für die Stadwerke Fellbach 

Nach der dringend notwendigen gewordenen Ersatzbeschaffung unseres Doppelsitzers Twin 3 für die Anfängerschulung unterstützen uns nun die Stadtwerke Fellbach finanziell. Dafür prangt seit letzter Woche das SWF-Logo an dominanter Stelle auf dem Bug des Twins und auf den Seitenflächen seines Transportanhängers.

Die Fellbacher Segelflieger bedanken sich hiermit bei den Stadtwerken Fellbach (SWF) ganz herzlich und freuen sich über diese langfristige Unterstützung!


7. April 2018

Neue Flugschüler begeistert über ihre ersten Flüge


30.3./ 2.4. 2018

Die Saison kann beginnen!

Am Freitag konnte die Jahresnachprüfung unserer Segelflugzeuge und die Überprüfung der Seilwinde erfolgreich abgeschlossen werden. Nach dem Werkstattflug von Jörg mit unserem "Fox 1" stand fest, die Saison kann beginnen.

Bei schönstem Wetter am Ostermontag zog es uns auf den Flugplatz um endlich wieder zu fliegen. Sogar längere Flüge von 40 Minuten waren möglich und Flugschüler Serdil konnte seinen ersten Schulungsflug absolvieren.


14. März 2018

Teilnahme an Vereinsaktion der Fa. Hafner

Die Firma Hafner Fertigungsmesstechnik aus Fellbach vergibt, im Rahmen einer Vereinsaktion zum 90-Jährigen Jubiläum, je 1.000 Euro an die 10 Vereine, die auf Facebook die meisten "Likes" für ihr Bild sammeln.

Auch die Fliegergruppe Fellbach hat sich an dieser Aktion beteiligt und ein Foto eingeschickt.

Nun brauchen wir natürlich jede Menge Unterstützung, um unter die "top ten" zu kommen und damit Geld für unseren neuen Doppelsitzer zu gewinnen. Jeder, der einen Facebook Account besitzt, kann auf der Facebook Seite von Hafner Fertigungsmesstechnik, Philipp Hafner GmbH&Co.KG

https://www.facebook.com/pg/hafnerphilipp/photos/?ref=page_internal

dem Bild der Fliegergruppe Fellbach einen Daumen nach oben geben.

Vielen Dank für eure Unterstützung!


15. Februar 2018

Warum es vom Hoch zum Tief schief gehen kann

Theorieunterricht für Pilotenanwärter

In der fliegerische Winterpause legen die Fellbacher Segelflieger keinesfalls die Hände in den Schoß. Nicht nur die Werkstattarbeit fordert den vollen Einsatz der Aktiven, um die Flugzeuge wieder für die kommende Flugsaison fit zu machen, sondern auch unsere Fluglehrer setzen sich im Theorieunterricht voll ein, um dem Pilotennachwuchs das notwendige theoretische Rüstzeug für das Fliegen zu vermitteln.

Letztes Jahr haben drei neue Flugschüler die Ausbildung begonnen und nehmen eifrig am Unterricht teil. Und es gibt allerhand Stoff zu verstehen und aufzunehmen, so dass manchmal die Köpfe "rauchen". 

Heute steht das Fach "Meteorologie" auf dem Stundenplan. Luftdruck, Temperatur, Feuchte, Druckfläche ... lauter Begriffe, die verinnerlicht werden sollten, da sie in der Fliegerei absolut elementar sind. Wer das später als Pilot nicht weis und entsprechend berücksichtigt, kann in gefährliche Situationen kommen. Zum Beispiel beim Fliegen vom Hoch(druckgebiet) in Gebiete mit sinkendem Luftdruck (Tief) verliert das Flugzeug bei unveränderter Höhenmesseranzeige an Höhe über Grund. Diesen Effekt beschreibt der Merksatz "vom Hoch zum Tief geht schief".

Fluglehrer Hermann Eichner (links) vermittelt den Stoff in gekonnt kurzweiliger Art an seine Flugschüler. Serdil und Florian (ganz rechts) arbeiten konzentriert mit.


27. Januar 2018

Gedenkstein für Tom

An der Absturzstelle im Wald bei Bartholomä erinnert jetzt ein schlichter Kalkstein mit einer Metalltafel an Toms tödlichen Unfall am 24. Juni 2017.

Fidde Wohlfahrt und Jürgen Wertenbach (v. l.) setzen am 13. Januar 2018 den Stein im Wald an der Unfallstelle

 


23. Januar 2018

Aus der Schweiz importiert:  Unser neuer Twin III

Was ist ein Segelflugverein ohne Doppelsitzer? Ohne die Möglichkeit, Schul-, Check- und Passagierflüge durchführen zu können?
Die Antwort ist ganz einfach: Nicht überlebensfähig!

Den Verantwortlichen im Verein war klar, dass wir alle Hebel in Bewegung setzen mussten um wieder zu einem geeigneten Doppelsitzer zu kommen. Schon bald zeichnete sich im Herbst 2017 die Lösung ab, dass wir vom LTB Helmut Lindner eine professionell reparierten schönen Twin III zu einem fairen Preis erwerben konnten. Allerdings mit dem Wermutstropfen, dass wir diesen aus Kapazitätsgründen von Lindner frühestens Mitte Juli 2018 erhalten würden und wir somit die erste Hälfte der Flugsaison 2018 mit alternativen Lösungen überbrücken müssten. Dann sollte Anfang November alles überraschend ganz anders kommen...

Am Mittwoch (2.11.2017) sah Jörg Reichle auf "segelflug.de" die Ausschreibung eines Twin III in der Schweiz. Das sah alles sehr nach einem gutem Angebot aus! Ohne langes Zögern nahm unser erster Vorsitzende Thomas Finkenberger Kontakt mit den Schweizer Segelfliegern aus Nidwalden am Vierwaldstättersee auf und vereinbarte gleich einen Besichtigungstermin für den kommenden Sonntag (5.11.). Sonntags fuhren dann Walle Laffsa, Jörg Reichle, Jürgen Wertenbach, Roland Schäfer und Thomas Finkenberger in die Schweiz zur Fliegergruppe Nidwalden am Flugplatz in Stans und hatten im Reisegepäck vorausschauend schon mal viertausend Euro dabei. Mit dieser Anzahlung wollten wir uns den Twin III (falls alles passen sollte) in einem Vorvertrag sichern.

Jörg hat das Flugzeug dann vor Ort einer gründlichen technischen Inspektion unterzogen, eingehend die L-Akte durchgesehen und das Flugzeug für technisch einwandfrei eingestuft. Der optische Zustand des Flugzeugs war mit dem unseres alten Twins vergleichbar. Nachfolgend ein kurzer Überblick über die Einzelheiten dieses Twin III Verkaufsangebotes:

  • optimale Zuladung 180 kg (Lindner-Twin hatte 20 Kg weniger Zuladung!)
  • mit Streckenrechner LX8000 vorne und hinten (Lindner-Twin enthielt nur die Grundinstrumentierung)
  • ca. 3500 Flugstunden, vergleichbar mit unserem alten Twin
  • ca. 5000 Starts, ca. 4000 weniger als unser alter Twin hatte
  • 5 Werknummern vor unserem alten Twin, d.h. vergleichbares Alter
  • keine Unfallschäden
  • mit gleichem Cobra-Anhänger, wie unser aktueller Twin-Anhänger (Lindner-Twin hätten wir ohne Anhänger bekommen)
  • mit noblen Hallenkuller als Beigabe
  • sehr attraktiver Kaufpreis
  • sofort verfügbar

Alle Beteiligten waren vom Zustand des Flugzeugs positiv überzeugt, stuften das gesamte Paket als sehr geeignet für die Fliegergruppe ein und haben daher einem Kauf zugestimmt. Noch an Ort und Stelle unterzeichnete Thomas dann den Kaufvertrag. So kam die Fliegergruppe Fellbach an diesem Sonntag noch in den Besitz eines idealen Nachfolgers unseres alten Twins!

Jürgen Wertenbach und Thomas Finkenberger planten die Abholung des Flugzeugs gleich am nächsten Donnerstag (15.11.2017). Zuvor waren noch die umfangreichen (Zoll-) Papiere für die Einfuhr nach Deutschland vorzubereiten. Mit Tim Henzlers Unterstützung und seiner Speditionserfahrung gelang dies perfekt. Somit verlief dann am Donnerstag der Grenzübergang beim Baseler Zoll in Weil am Rhein völlig problemlos. Die einzige Sorge der Schweizer schien zu sein, dass wir auch den Anhänger ordnungsgemäß mit einer Autobahnvignette versehen hätten. Aber da hatten die Schweizer Fliegerkameraden vorgesorgt und uns zum Abschied noch eine solche Vignette geschenkt!

Angekommen in Fellbach wurde der neue Flieger von vielen Vereinskameraden beim Auspacken bestaunt und kritisch begutachtet. Momentan steht er noch in der Werkstatt und wird für die kommende Flugsaison fit gemacht. Am dringlichsten war die Zulassung beim LBA. Jörg Reichle kümmerte sich um die erforderlichen Unterlagen, löste die alten Schweizer Kennzeichen an Rumpf und Flügeln ab und klebte die neuen deutschen Kennzeichen auf Rumpf und Flügel auf: Aus HB-3016 wurde D-6082.

Walle Laffsa nahm sich dann den Twin vor, um ihn mit einigen Jungfliegern auf Hochglanz zu polieren. Die Aktion war durchaus von Erfolg gekrönt. Die etwas mitgenommene, matte Oberfläche strahlt jetzt wieder in einem hochglänzendem Weiß!
Jörg Reichle fand die Bordstromversorgung des Twins mit 2 schweren Bleibatterien nicht mehr zeitgemäß und spendierte dem neuen Doppelsitzer der Fliegergruppe einen leistungsfähigen, leichten Lithium-Ionen-Akku samt passendem Ladegerät. Vielen Dank, Jörg!
Dem Thema gute Sichtbarkeit in der Luft und damit Erhöhung der Flugsicherheit nahm sich Reinhard Weisner an. Er stellte im Ausschuss verschiedene Designvorschläge zum Bekleben mit orangeroter fluoreszierender Warnfolie vor. Den ausgewählten Vorschlag nahm er als Vorlage, um anschließend mit tatkräftiger Unterstützung von Sven Bäder die Folie auf Rumpf und Flügel aufzubringen. Die beiden machten Extraschichten in der Werkstatt, um in aller Ruhe und ungestört vom Treiben an einem normalen Werkstattabend die stellenweise doch herausfordernde Arbeit der optisch ansprechenden Umsetzung zu leisten. Wie man auf den Fotos erkennen kann, lässt sich das Ergebnis durchaus sehen. Die beiden haben dabei die vorhandene Folienrolle so intelligent zugeschnitten, dass noch genügend Material übrig geblieben ist, um z. B. den Discus FA auch noch mit Warnfolie bekleben zu können. Wie sagte noch mal Franz  Beckenbauer: Schau'n mer mal...


5.-14. Januar 2018

Ein Traum geht in Erfüllung - eine Flugwoche in Bitterwasser/Namibia

Saisonstart Nr. 2 im Januar

Roland Schäfer:

Am 6. Januar hatte ich noch einen Tag „frei“. Darüber war ich auch sehr froh um mir alles in Ruhe mal anzusehen. Was bei einem tausend Kilometer Wetter dann doch etwas schwerer fiel als gedacht.Am 7.Januar war es dann soweit, mein erster Flug mit der ASH30. Mit Dieter Schwenk meinem Copiloten. Den brauchte ich auch, weil ich weder BZF I noch eine gültige Eigenstartberechtigung hatte. Außer uns flog an diesem Tag fast niemand weil das gute Wetter an diesem Tag Pause machte. Trotzdem für mich ideal. Ohne Stress konnte ich den doch etwas speziellen Eigenstart mit der ASH30 in Verbindung mit dem Flugplatz Bitterwasser in 1263m MSL und etwa 35°C Außentemperatur üben.
Täglich folgten weitere wunderschöne und spannende Flüge. So mal beim Spazierenfliegen weit über 900km Strecke zu machen ist schon etwas Besonderes. Besonders beeindruckend sind auch die Berge im Westen, die Namib und die schnurgerade Grenzlinie zu Botswana. Hunderte von Kilometern geradeaus in Richtung Süden. Hier geht's zum Flug.

 

Den ganzen spannende Bericht findet ihr hier: Ein Traum geht in Erfüllung 


8.-9. Januar 2018

Föhnfliegen - Nervenkitzel mit grandiosen Aussichten

Saisonstart im Januar

Tim Henzler:

Am 8. und 9. Januar waren Jan Lyczywek und ich mit meinem Calif zum Föhnfliegen in den Alpen. Auf Einladung eines Freundes hin durften wir ausnahmsweise vom Segelflugzentrum Königsdorf (südlich München im bayerischen Alpenvorland gelegen) starten.

Montag früh trafen Jan und ich uns früh um Sieben zum Aufrüsten, bei Dunkelheit – und dichtem Nebel. Doch aus unseren früheren Flug-Expeditionen haben wir eines gelernt: am Morgen des Flugtages sind ohnehin alle Entscheidungen getroffen, alle Räder in Bewegung gesetzt, der meiste Aufwand bereits investiert. Es macht keinen Sinn, die wenigen noch fehlenden Vorbereitungen jetzt für eine Stunde oder zwei aufzuschieben, nur um sie im Falle einer Wetterbesserung dann in Hektik erledigen zu müssen. Wir steckten also unverdrossen das italienische Edelblech zusammen – als eingespieltes Team geht das zu zweit mittlerweile in zwanzig Minuten – klebten ab, bauten den Sauerstoff ein und waren bald startbereit. Den Nebel beeindruckte das wenig... 

(Den ganzen spannende Bericht findet ihr hier: Föhnfliegen im Calif  )

Hier Tims tolle Fotos:

 

Erster Tag: Montag, 08.01.2018

 

Zweiter Tag: Dienstag, 09.01.2018