Aktuelles


24. Mai bis 30. Mai 2026

Pfingstlager der Fliegergruppe Fellbach

In der Woche nach Pfingsten findet das traditionelle Pfingstlager der Fellbacher Segelflieger statt.

Sie steht ganz im Zeichen der Schulung: eine Woche lang jeden Tag fliegen zu können bringt große Fortschritte in der Ausbildung. Dieses Jahr hat auch das Wetter fantastisch mitgespielt!

 

Alpenflug am Pfingstsonntag

 

Gleich zu Beginn sind die beiden Lindis in die Alpen geflogen und haben sehr schöne Bilder mitgebracht.

Schulungswoche

 

Im Lauf der Woche stand aber die Aus- und Weiterbildung unserer Flugschüler im Mittelpunkt.

Geronimo hat als frischgebackener Scheinpilot die Ausbildung zum Windenfahrer begonnen. Mit Walle hat er nicht nur einen sehr guten Ausbilder, sondern auch einen absoluten Experten für unsere Winde an seiner Seite: besser kann man nicht ausgebildet werden!

Tom und Thomas als "Grundschüler" haben fleissig den Twin bewegt. Auch der eine oder andere längere Thermikflug war dabei.
Insgesamt stehen 70 Schulstarts und knapp 23 Stunden Flugzeit für unsere Flugschüler in den Flugbüchern: das kann sich sehen lassen.

[Bilder vom Flugbetrieb folgen]

 

Sven und Wilhelm als fortgeschrittene Flugschüler haben den Astir bewegt. Für Wilhelm stand zusätzlich noch eine Überlandeinweisung auf dem Programm.
Am Mittwoch ist er mit Fluglehrer Knaube eine kleine Aufgabe nach Osten zur Rauhen Wanne und nach Norden Richtung Ellwangen geflogen. Nach knapp drei Stunden Flugzeit standen 150 km auf dem Zähler.
Einen Tag später waren die beiden erneut mit dem Twin unterwegs und haben sich nach Süden und Osten gekämpft. Begleitet wurden sie vom FC, der ein paar Bilder von unserem F1 geknipst hat.
Etwas später ist der FD mit Sven an Bord dem FC vor die Linse geflogen.

Am vorletzten Tag, Freitag, 29. Mai, ist Tom Münstermann freigeflogen!

Knapp vier Wochen vor seinem 15. Geburtstag war es nun soweit: die ersten drei Starts ohne Fluglehrer sind ein echtes Highlight im Leben eines jeden Piloten.

Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen Tom "many happy landings"!

Eine weitere, feine Tradition ist es, den Tag gemeinsam mit einem ordentlichen Frühstück zu beginnen und nach einem herausragenden Abendessen am Lagerfeuer ausklingen zu lassen.

Auch in diesem Jahr hat unser Maître de la cuisine Jürgen wieder gezaubert: Lachs-Tatar als Vorspeise sei stellvertretend für die kulinarischen Höhenflüge genannt.

 

[Bilder von zufriedenen und satten Flugschülern folgen]

 

Unser Dank gilt wie immer unseren Fluglehrern Jürgen, Knaube und Jörg sowie allen Mithelfenden, Windenfahrern, Flugleitern, Lepofahrern, usw. - Segelfliegen ist Teamsport und ein Fluglager eine großartige Mannschaftsleistung!

-Hc


24. Mai 2026

Programmhinweis: Die Sendung mit der Maus

Am Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, kam in der Sendung mit der Maus ein toller Beitrag über das Segelfliegen.
Die Sendung kann man in der ARD-Mediathek anschauen: Die Sendung mit der Maus

-Hc


03. Mai 2026

Praktische Prüfung von Geronimo

Am Sonntag, 03. Mai 2026, hat unser Flugschüler Geronimo seine praktische Prüfung bestanden!

Geronimo mit seinem Prüfer, Oliver Bucher
Geronimo mit seinem Prüfer, Oliver Bucher

Nach drei Starts mit seinem nunmehr ehemaligen Schulflugzeug war der Prüfer zufrieden.
Wir gratulieren herzlich und freuen uns über den frischgebackenen Scheinpiloten!

Geronimo ist im Alter von 14 Jahren im März 2021 in die Fliegergruppe eingetreten. Seinen ersten Schulstart hatte er dann am 17. April, und schon am 23. Juli 2022 ist er zum ersten Mal alleine geflogen: die so genannte A-Prüfung.
Die Umschulung auf unseren Astir erfolgte am 04. August 2022, und am 30. Juli 2024 durfte er den Discus mit dem Vermerk "Typenflug" in sein Flugbuch eintragen.

 

Wir wünschen Geronimo viele tolle Flüge und "always happy landings"!

-Hc


28. April 2026

Winterarbeit bei den Segelfliegern

Flugplatzfreie Zeit ist nicht gleich arbeitsfreie Zeit!

Den langen, dunklen Winter nutzen wir traditionell für die Wartung, Pflege und Instandhaltung unserer Flugzeuge und Gerätschaften.

Diese Aufgaben wurden in Eigenregie, aber unter Aufsicht unseres Bauprüfers abgearbeitet. Durch diese Eigenleistung können die Fluggebühren sehr niedrig gehalten werden. Ein weiterer Aspekt ist, dass unsere Flugschüler auf diese Weise den verantwortungsvollen Umgang mit komplexer Technik erlernen.

 

Neben den üblichen Arbeiten an den Flugzeugen standen diesen Winter zwei außergewöhnliche Projekte auf dem Programm.

 

Grundüberholung Startwagen

 

Auf dem Flugplatz kommt er bei jedem Flugbetriebstag zum Einsatz: unser Startwagen.
Gebaut in den Neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war unser Startwagen über sehr lange Zeit in Gebrauch. Trotz der einen oder anderen Reparatur, manchen fragwürdigen Verbesserungen und Erweiterungen war es nun an der Zeit, diese wichtige Einrichtung einer Grundüberholung zu unterziehen.

Ursprünglich war der Startwagen als fahrbares Schreibpult konzipiert: vor der Jahrtausendwende wurden alle Starts noch handschriftlich in einer Kladde erfasst. Das Flugplatztelefon, einige Fächer und Schubladen ergänzten die damalige Ausstattung.

Nach und nach erhöhten Solarpanels, ein Laptop zur Starterfassung, Sonnenschirmständer, Flaschenhalter und einiges Weitere den Nutzwert des Startwagens.

Nach ungefähr drei Jahrzehnten Flugbetrieb war es nun an der Zeit für eine Generalsanierung!

 

Mit der Einführung der Verwaltungssoftware "vereinsflieger.de" hat auch ein Laptop den Weg auf den Startwagen gefunden: alle Starts können somit online erfasst werden. Übertragungsfehler von der handschriftlichen Kladde in die Fluggebührenabrechnung werden somit ausgeschlossen.
Bei der Generalüberholung wurden verschlissene Scharniere ersetzt, ein neuer Monitor und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung installiert, die Sitzbank mit einer Rückenlehne versehen und viele kleine Details instand gesetzt.

 

Haubenblitzer im Twin

 

Ein wichtiger Aspekt der Flugsicherheit ist "Sehen und gesehen werden". Damit man unsere weißen Segelflugzeuge auch auf größere Entfernungen gut und sicher erkennen kann haben wir sie nicht nur mit Signalfarbe foliert, sondern auch mit so genannten Haubenblitzern ausgestattet.

 

Beispielbild für einen Haubenblitzer in Aktion
Beispielbild für einen Haubenblitzer in Aktion

Bei unserem Twin allerdings war es nicht ganz so einfach. Das Problem war, dass sich die vordere Haube beim Verriegeln ein wenig nach hinten verschiebt. Durch diese kleine Verschiebung des Haubenrahmens haben sich auch die Kontakte an der Trennstelle gegeneinander verschoben. Die Verbindung war unterbrochen und der Haubenblitzer somit ohne Funktion.

Die neue Konstruktion sollte sicherstellen, dass beim Verriegelungsvorgang der flugzeugseitige Kontakt die Bewegung des Haubenrahmens mitmacht - eine Art Schlitten ist die Lösung.
Beim Schliessen der Haube liegen die elektrischen Kontakte aneinander an. Eine Nase am Schlitten dient als Mitnehmer - sie findet ihre Anlage an dem haubenseitigen Kontakt. Wenn der Pilot dann die Haube verriegelt wird der Schlitten von der Nase mit dem Haubenrahmen mitgenommen. Eine unter dem Schlitten befindliche kleine Feder sorgt beim Öffnen der Haube dafür, dass dieser wieder in seine Ausgangsposition gleitet.

 

Herzlichen Dank an Frank und Wilhelm für die Bilder!

-Hc


22. Februar 2026

Unser Astir wird 50 - Herzlichen Glückwunsch, Fox Delta!

Man mag es kaum glauben: das dienstälteste Flugzeug unserer Flotte ist seit einem halben Jahrhundert in der Luft unterwegs!

Das Geburtstagskind
Das Geburtstagskind

Am 29. Januar 1976 wurde das Lufttüchtigkeitszeugnis für die D-6989 ausgestellt - genau acht Tage nachdem Air France und British Airways den regulären Betrieb mit der Concorde aufgenommen haben.
Die Concorde ist mittlerweile ein Fall für´s Museum - unser Astir gehört noch lange nicht zum alten Eisen!

Im Februar 1976 hat unser Mitglied Horst Leyrer seinen Astir CS von der Firma Grob übernommen.

Horst war damit einer der ersten Privatpiloten bei uns, die einen Kunststoffsegler ihr Eigen nennen durften. Gleich im darauf folgenden April ist er mit der D-6989 "UA" drei 500 km-FAI-Dreiecke geflogen und konnte sich damit für die Meisterschaft in Aalen-Elchingen qualifizieren. Ein Einstand nach Maß!

 

Trotz aller Erfolge mit dem Astir hat ihn Horst nach zwei Jahren verkauft - an die Fliegergruppe Fellbach!

Als Ersatz für die "UA" (den er nach eigenen Worten "halber verschenkt" hat) hat sich Horst eine ASW 20 angeschafft.

 

Im August 2025 ergab sich die Gelegenheit, mit Horst über "seinen" Astir zu plaudern. Bei diesem sehr amüsanten Gespräch hat uns Horst verraten, dass...

  • ...so ein Astir mit ca. 19.000,- DM im Kaufpreis etwas billiger war wie ein Cirrus,
  • ...der Anhänger in der Werkstatt der Fliegergruppe selber gebaut wurde, alle Röhren selber gesägt und geschweisst wurden und lediglich das Dach von Anhängerbau Pfeiffer in Süßen zugekauft wurde,
  • ...der Astir mit dem Wettbewerbskennzeichen "UA" tatsächlich nach seiner Frau Ursula benannt worden ist,
  • ...er uns deswegen die Umbenennung in "FD" im Nachhinein "gewaltig übel nehmen könnte". 

Nach der Übernahme durch die Fliegergruppe Fellbach war der Astir, neben einem Cirrus und später einer ASW 20, das Flugzeug für unsere Streckenflieger. Die Flugschüler wurden damals nach den ersten Alleinflügen auf dem Twin auf eine Ka 8b umgeschult.

 

1994 Wellefliegen in Sondrio mit Jörg und Steffen

 

Vom 04. April bis 08. April 1994 waren Jörg und Steffen mit dem Astir zum Wellefliegen in Sondrio.
Bilder von Jörg und Steffen: 

 

 

Der Astir als Fortgeschrittenentrainer

 

Aus der Ausbildung in der Fliegergruppe ist der Astir nicht wegzudenken. Nach den ersten Alleinflügen auf dem Twin ist der "kleine Astir" das erste einsitzige Muster, auf das unsere Flugschüler umgeschult werden.

Dabei geht es nicht nur um das Fliegen an sich, auch die Montage eines Segelflugzeugs aus dem Hänger heraus will gelernt sein.

Unsere aktuelle Astir-Mannschaft mit ihrem Sportgerät:

 

Bildergalerie

 

In den vergangenen 50 Jahren hat der Astir nicht nur annähernd 3500 Starts und knapp 3000 Flugstunden gesammelt, sondern auch für so manches Foto herhalten müssen.

Herzlichen Dank an Bello, Hermann, Jörg und Steffen für die Bilder und Anekdoten!

 

-Hc


05. Februar 2026

Wir nehmen Abschied

Am 31. Dezember 2025 ist völlig überraschend unser Mitglied Bernd Henzler verstorben.

Bernd (12. Mai 1953 - 31. Dezember 2025)
Bernd (12. Mai 1953 - 31. Dezember 2025)

Lieber Bernd,

 

Von 1971 warst DU in der Fliegergruppe Fellbach Segelflieger. Das Gemeinwesen des Vereins wurde über die vielen Jahre oder Jahrzehnte von DIR mitgetragen.

 

Du hast: geholfen, unterstützt, organisiert, zugehört, hinterfragt, mitgestaltet, Flugbetrieb gemacht, mitgelacht und geweint, mitgefeiert- alles dem Fliegen willens.

 

Du warst ein geschätzter Mensch zum Reden. Deine Analysen und Reflektion zu Geschehnissen wurden gehört und regten zum Weiterdenken an.

 

Aus dem Miteinander in unserem Luftsportverein wurde für viele Freundschaft. Auch diese wird fehlen.

 

Bernd wir danken dir für die gemeinsame Zeit !

 

Am Silvestertag hast du uns verlassen. Was bleibt:

 

Wir werden uns an deine Hilfsbereitschaft, dein Anpacken, deine uneigennützige Hilfe beim Flugbetrieb, deine Kommentare, deine Expertise, deine Empathie, die guten Gespräche, dein Lachen, deine unkonventionelle Art, deine wilden derangierten Haare, dein Kaffee aus der Thermoskanne, die eine oder andere gemeinsame Flasche Wein mit dir und das Bier nach dem Flugbetrieb erinnern.

 

In unseren Gedanken bleibst du bei uns.

 

Bei Flügen wirst du oft mit im Cockpit sitzen.

 

„In die Lüfte!“ sprach mein Engel. „Dann gib mir Flügel“ sagte ich (Deutscher Journalist)

 

 

 

(Rede von Jürgen bei der Beisetzung)

 

-Hc


29. Januar 2026

Spende von Rettungsschirmen

Es gibt Dinge in der Segelfliegerei, die man immer dabei hat und doch hofft, sie niemals verwenden zu müssen: unsere Rettungsschirme.

Welchen hohen Stellenwert unsere Schirme haben kann hier nachgelesen werden.

 

Rettungsschirme sollen helfen, Leben zu retten - und das können sie tatsächlich, selbst wenn sie ihre Lebensdauer längst überschritten haben.

Reinhard konnte vor einigen Jahren einen Kontakt zum Missionsleiter der PMA Deutschland e.V., Matthias Keppler, aufbauen und auf diesem Weg bereits einen abgelaufenen Rettungsschirm der Fliegergruppe vermitteln.
Aus den Reihen unserer Privatpiloten sind drei abgelaufene Rettungsschirme zusammengekommen, die wir nun der "Pacific Mission Aviation" (PMA) gespendet haben.

In der Werkstatt haben Reinhard und Markus die abgelaufenen Schirme für die Übergabe vorbereitet.
Der Hilfsschirm, das Gurtzeug und der Container werden für den Abwurf von Hilfsgütern nicht benötigt. Diese Teile wurden von der Kappe und den Leinen getrennt und sorgfältig (in ebenfalls ausrangierten Kopfkissenbezügen) verpackt.

Am Donnerstag konnten wir die drei vorbereiteten Rettungsschirme an Matthias, selbst ein begeisterter Gleitschirmflieger, übergeben.
Zusammen mit weiteren Hilfsgütern treten unsere Schirme dann den Weg in die Südsee an und werden dort dazu beitragen, Leben zu retten.

-Hc